Docklands Festival 2013

Ehe man sich versieht ist schon wieder ein Jahr rum und das Docklandsfestival steht wieder vor der Tür. Das Clubfestival was vor vier Jahren im Kleinen begann ist mittlerweile zu einem der größten Clubfestivals in Deutschland geworden.

Typisch für Münster beginnt das Festival  nicht dann wenn man sich überlegt rauszugehen sondern erst dann wenn man sich überlegt aus der Kneipe zu wechseln. So ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Djs die Zeit vor 23 Uhr für eine undankbare Zeit halten, zu oft spielt man da in leeren Hallen. Der erste der sich der Uhrzeit im Coconut Beach stellt ist Woody van Eyden. Vom weiten kann man schon die Beats hören die sagen: „Komm doch her, hier wirst du bleiben wollen.“ Folgt man der Einladung stellt man fest, dass sie nicht zu viel versprochen haben. Dicht gedrängt auf der trockenen Tanzfläche kann man die feiernden Leute sehen die mit dem mitgehen was über die Lautsprecher verhalt. Mitgenommen von der Musik kann man einen Woody sehen der, wie es seine Art ist, die Menge mit seiner Körpersprache mitnimmt. Er feiert sich und die Menge feiert ihn. So sieht Entertaining aus.

Das Heaven ist inzwischen so voll, dass kaum noch ein durchkommen ist, kein Wunder den Oliver Schories löst den Docklands DJ ab und zeigt was eine Party ist und wie sie funktioniert.

Kann man die DJs im Heaven und Coconut Beach noch so nahe sein, dass man ihm die Handbewegungen beobachten kann, sieht es im Jovel anders aus. Oben auf einem Podest spielt Marsimoto Soundsystem, die Musik kommt zwar an jedoch scheint er neben Woody und Oliver eher nüchterner zu sein. Lichteffekte fliegen über sein Pult hinweg, außer der Musik bekommt man von ihm kaum etwas mit. Hier merkt man schnell, da ist jemand schwer am Werkeln.

Mittlerweile hat Alex M.O.R.P.H. im Coconut Beach aufgelegt und die tanzbaren Beats von Woody scheinen vergessen. Chillige Musik die auch an Trance erinnert kommen nun über den Lautsprecher. Eigentlich hätte man auch in einem anderen Laden sein können. Dank des Regens ist das Coconut Beach immer noch so gut wie leer und die Leute drängen sich unter die Überdachungsmöglichkeiten.  Das alles ist aber kein Grund noch zu der Musik mit dem Partner zu tanzen, wie es ein Paar eindrucksvoll vor dem Dj Pult demonstriert.

Der Blick wandert nun zum Fusion wo eine meterlange Menschenmenge versucht auf das Gelände des Fusions, Favels und Conny Kramer zu gelangen. Wenn man vorher dachte das Heaven sei voll, dann war man noch nicht im Fusion. Sascha Braemer zeigt was er kann und die Menge tobt.  Unten im Conny Kramer zeigt Adam Port einer anderen Menge was es heißt einen guten Beat zu hören.

Jetzt um drei Uhr gibt Monika Kruge ihr Debüt. Sie ist eine die mit ihrer Musik mitgeht und dafür einsteht, dass wird schnell allen Anwesenden klar. Sie ist ein würdiger Nachfolger von Sascha Braemer, noch immer platzt die Halle aus allen Nähten und die gute Stimmung reißt nicht ab. Kurz nachdem Monika ihren Auftritt hat betreten Moonbootica das Pult im Jovel, die Jungs sind ein Highlight, sie leben die Musik. War Marimoto Soundsystem passiv erlebt man hier was aktive Musik ist. Die Rhythmen gehen unter die Haut und werden durch ein Anfeuern der Djs noch weiter unterstützt, eigentlich will man hier nicht mehr weg.

Im Heaven merkt man mittlerweile, dass fünf Uhr ist, von der einst so vollen Halle sind nur noch ein Bruchteil anwesend. Das ist aber kein Grund für George Morel einen Gang runter zu schalten sondern die Gute Laune weiterhin auf einem hohen Niveau zu verbreiten und auf die Menge einzugehen, einfach ein sympathischer Typ.

Nach einer Party der Superlative kommen einen die Auftritte von Format:B und UMEK wie ein normales Clubevent vor, nette Beats. Wie Marimoto Soundsystem scheinen sie nüchtern vertieft bei der Arbeit zu sein, Zusätzlich die Menge zu unterhalten scheint nicht so recht ihrs zu sein, Schade. Mittlerweile haben die meisten Clubs schon ihre Pforten geschlossen. Nur noch am Hawerkamp geht die Party für den der noch kann bis 12 Uhr weiter. Da kann man nur hoffen, dass der Weg nach Hause vom Gelände des Fusions einfacher sein wird als der Zugang. Die Wartezeiten beim Einlass waren mehr als inakzeptabel. Hier offenbart sich eine Schwäche in der Organisation, die im nächsten Jahr hoffentlich gelöst sein wird, denn ob man nächstes Jahr wieder dabei sein wird: Auf jeden Fall.

 

 

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