Anfrage von der Fotoforum

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Das ist zwar nicht mehr so wirklich aktuell aber da ich bin bisher nicht dazu gekommen darüber zu berichten: Vor einiger Zeit habe ich von der Fotoforum eine Anfrage erhalten ob sie nicht ein Foto von mir in ihrem Magazin veröffentlichen dürfen. Neben dem Bild solle ich noch einen kleinen Text zu den Bild schreiben und ein Bild von mir einfügen. Diese Anfrage freut mich natürlich sehr, zumal das auch meine erst Veröffentlichung in dieser Forum ist. In der aktuellen Ausgabe (4/2012) des Fotoforum ist daher ein kleines Foto von mir zu sehen wo das oben gezeigte Bild als Highlight vorgestellt wird. Aufgenommen wurde dieses Fotos der Two Gallants im Gleis 22 mit einem Weitwinkelobjektiv.

Wie kam die Fotoforum auf mich? Ich bin seit einigen Zeit in deren Community angemeldet, wo in der gedruckten Ausgabe regelmäßig einige Highlights der Community vorgestellt werden.

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Der Lolly

Eine besondere Freude ist wenn man Shootinganfragen von unbekannten Personen erhält. Dieses mal kam solche eine Anfrage von Anne, die von sich ein paar nette Portaitbilder haben wollte, schön bunt sollten sie sein. Leider steht mir in meiner neuen Wohnung kein Raum mehr für Shootings zur Verfügung, weshalb sie mir das Angebot machte die Bilder in ihrer Wohnung zu machen. sie hätte ein leeres Zimmer welches man als Studio nutzen könnte.  Bei solch einem Angebot sagt man nicht nein, ich packte daher mein Equipment ein und bin zu ihr.Wenn man seine komplette Ausrüstung mitnimmt dauert ein Shooting Erfahrungsgemäß meist doppelt so lange, die Zeit die man für das Einstellen und Aufbauen braucht sollte nicht unterschätzt werden, dabei kann schon mal eine Stunde oder mehr vergehen.

Vor Ort erwartete mich überraschenderweise eine Bekannte die sich als Assistentin zur Verfügung stellte, besser kann es eigentlich schon fast nicht mehr laufen ;-) Eine Assistenz ist  immer wieder hilfreich, da man so wesentlich schneller und besser das Licht einstellen und auf- sowie abbauen kann.  Der Raum war groß genug um gut mit zwei Blitzen arbeiten zu können. Ich habe dies mal wieder meinen Lieblingslichtformer, den Beauty Dish genutzt, mit klassischen Beautyfotografie Lichtaufbau (Licht von oben mit Aufheller von unten).

Angefangen haben wir mit einfachen Portraitaufnahmen damit sie sich erst einmal an die Kamera gewöhnen kann. Ich habe dieses mal ausschließlich mit Festbrennweiten gearbeitet und bin seit dem überzeugter Verwender dieses Types. Man neigt nicht dazu ein den Weitwinkel oder Telebereich abzurutschen, was die Bildwirkung nachteilig beeinflussen könnte. Ein weitere Vorteil ist, dass man zu dem Model immer den nötigen Abstand bewahrt. Anne hat sich große Mühe gegeben und es fing ihr richtig an Spaß zu machen. Das ist auch der Moment wo fotografieren für den Fotografen Spaß macht. Nach dem Shooting stellte sie dennoch erschöpft fest: “So ein Shooting ist doch ganz schön anstrengend” Ja das ist es :-)

Buchvorstellung: Konzertfotografie

1m3_02231 Die Konzertfotografie erfreut sich gerade bei den jungen Fotografen besonderer Beliebtheit. Dies ist sicherlich auch verständlich, denn nichts ist so verführerisch wie vorne bei seinem Idol in der ersten Reihe zu stehen und den Moment mit der Kamera einzufangen. Möchte man in diesem Feld tätig werden stellen sich eine Menge Fragen, z.B. wie kommt man an eine Akkreditierung oder was muss man beachten? Hat man dann einmal die Gelegenheit ein Konzert fotografisch zu begleiten kann es sein, dass das Ergebnis enttäuschend ist, irgendwie sieht es anders aus als bei den Bildern die man sonst immer in Magazinen oder im Internet sieht.

Für die Neueinsteiger in die Konzertfotografie ist nun Anfang des Jahres ein neues Buch im mitp Verlag, edition Profitoto erschienen. Für 24,95 kann das Buch u.a. bei Amazon bezogen werden. Fünf Autoren, Hauptautor Jens Brüggemann, berichten dort auf über 179 Seiten über ihre Erfahrungen in der Konzertfotografie, darüber hinaus geben sie Tipps und Tricks wie man zu besseren Bildern kommt. Dies klingt alles vielversprechend, darum habe ich mir das Buch einmal näher angeschaut.

Das Buch an sich macht einen hochwertigen Eindruck, wobei beim ersten schnellen Blättern die sehr ansprechenden Bilder ins Auge fallen und das Buch eine Professionalität suggeriert die ein hohes Niveau versprechen. Der erste Eindruck ist also durchaus positiv. Es wird ein  Versprechen vermittelt, dass man hier noch viel über den Bereich der Konzertfotografie lernen kann. Das Inhaltsverzeichnis ist mit seinen 10 Kapiteln übersichtlich und lässt auf den ersten Blick keine Fragen offen.

Das Buch liest sich sehr  flüssig und ist auch für Laien verständlich geschrieben. Auffällig ist, dass die meisten Fotos und Kapitel eindeutig Jens Brüggemann zuzuordnen sind, da häufig auf ihn Bezug genommen wird und er auch vergleiche zur Modelfotografie zieht. Er ist zwar der Hauptautor, jedoch hätte man eine ausgewogenere Berichterstattung erwartet. Die Fotos in den Kapiteln sind anschaulich beschrieben und sehr authentisch, da man seinen Unmut über die Lichtbedingungen, gerade als Werbefotograf sehr gut nachvollziehen kann. Konzertfotografie ist doch etwas anderes als Fotografie mit kontrollierten Lichtverhältnissen. Leider schafften die Autoren es nicht immer einen Bezug zwischen den Bildern und den Kapiteln herzustellen, wodurch die gezeigten Bilder manchmal nichts mit dem gerade gesprochenen Thema zu tun haben, auch vermisst man an einigen Stellen ein Beispiel um das Beschriebene visuell zu verdeutlichen. Es wird dadurch der Eindruck erweckt, dass es bei diesem Buch, wie bei den meisten Fotografie Büchern, nicht darum geht dem Leser etwas beizubringen, sondern dass der Autor das Buch in erster Linie als Plattform zur Bildpräsentation missbraucht.

Dieser Verdacht wird durch die Kürze der Kapitel noch weiter bekräftigt. Manche Kapitel sind gerade mal 10 Seiten dick, da auch noch mehr als 50%des Platzes für Fotos genutzt werden kann man sich selbst vorstellen, dass die Thematiken nicht sonderlich in die Tiefe gehen. Häufig werden Tipps gegeben ohne zu erklären warum das jetzt so gemacht werden sollte und nicht anders. Genauso vermisst man Erklärungen worauf man zu achten hat. Man beschränkt sich auf Hinweise ohne sie zu erklären, wieso man so und nicht anders Fotografieren sollte. Als Beispiel für diese mangelnde Tiefe kann der Kapitelunterpunkt über die Frage ob ein Foto im Hoch- oder Querformat fotografiert werden soll genannt werden. Diese Frage wird einfach abgespeist mit dem Hinweis, dass man am besten beides machen sollte, da dadurch die Bildabnahme steigt. Hier werden keine Tipps über Bildwirkung oder Gestaltung gezeigt sondern nur eine allgemeine Aussage über die Agentur getroffen. Der Schwerpunkt in diesem Buch liegt ganz klar bei den Großveranstaltungen, zu denen man jedoch als Anfänger schwerlich hinkommt. Wichtiger bzw. besser wären daher Tipps bei richtig schwierigen Lichtverhältnissen gewesen sowie Tipps worauf man achten sollte. An einigen Stellen geht er auch auf die Ausrüstung ein, eine klare Empfehlung einer Marke gibt er zwar nicht, jedoch wird indirekt die Marke Nikon empfohlen da er sie verwendet und er damit zufrieden ist. Unnötig zu erwähnen dass keine Tipps für Einstellungen für die jeweilige Situation gegeben wird. Man sucht in diesem Buch nach richtig neuen und nützlichen Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene vergebens.

Mein Fazit zu diesen Buch: Finger weg. Das Buch scheint für die Fotografen geschrieben zu sein die Zugang zu den großen Veranstaltungen haben, wenn man dies aber hat kennt man das erwähnte in diesem Buch bereits, daher ist das Buch für diese Gruppen unnütz. Die anderen Fotografen die neu in der Materie sind werden in diesem Buch vergebens nach hilfreichen Tipps und Tricks suchen. Da fragt man sich für welche Zielgruppe dieses Buch eigentlich geschrieben wurde. Die schönen Konzertbilder werden also der Professionalität die das Buch zum Thema Konzertfotografie verspricht nicht gerecht. Wirklich gelungen ist jedoch das letzte Kapitel der Erfahrungsberichte der Autoren, diese sind teilweise recht unterhaltsam und offenbaren noch den einen oder anderen Tipp aus der Praxis.

Wenn man auf der Suche nach wirklich Hilfreichen Tipps und Tricks zur Konzertfotografie ist wird von diesem Buch enttäuscht sein, da dort die wesentlichen Tipps unterschlagen werden, sehr einseitig berichtet wird und teilweise keine wirklichen Erklärungen liefert. Wenn man auf der Suche nach einem guten Buch in diesem Bereich ist, verweise ich auf das Buch “Konzertfotografie: Three songs, no flash!” von  Loe Beerens erschienen im Dpunkt Verlag.

 

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Mal was großes (Objektiv)

Vor einigen Tagen habe ich mir von einer Bekannten ein Objektiv ausgeliehen mit einer Brennweite von 100-400 mm.

Eigentlich benötige ich diese große Brennweite nicht, da ich für meine Fotografierbedürfnisse meist mit 70mm gut bedient bin, jedoch hatte mich mal die Neugier übermannt was für Möglichkeiten diese Brennweite bietet. Der erste Einsatz für das Objektiv war eine Theatervorführung, bei der ich Portraitaufnahmen von den Schaupieltern aus einer Entfernung machen konnte von der ich noc nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Ich konnte mich bequem in Hintergrund halten wo ich niemanden störte und konnte ungestört fotografieren. Mein erstes Fazit war, dass die Brennweite eigentlich nicht schlecht ist, gerade bei Veranstalltungen bei der man nicht immer in der ersten Reihe sein kann.

 

Der eigentliche Haupteinsatzbereich des Objektivs ist eigentlich der Zoo bzw. die Tierfotografie. Ich war schon seit Jahren nicht mehr im Zoo, meine ersten Fotografischen Erfahrungen sammelte ich typischerweise dort, damals noch analog. Ich war relativ oft dort, bis ich merkte, dass mich diese Art der Fotografie eigentlich überhaupt nicht interessierte. Daher war es mit der Linse mal wieder Zeit mein altes Gebiet der Fotografie einen “Besuch” abzustatten. Mit dem Objektiv ist es Möglich ganz nah an die Tiere geranzukommen und gezielt einzelne Tiere zu fotografieren, wodurch man den Bildern nicht sofort auf den ersten Blick den Ort der Tiere zuordnen kann. Dies ist mit 70 mm eher ein Glücksfall.

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Sicherlich kann man über dieses Foto streiten, jedoch hatte es mir das Muster des Zebras angetan weshalb ich nich drumherum kam auf den Auslöser zu drücken.

 

Es macht richtig Spaß die Tiere zu fotografieren, besonders wenn man die anderen Besucher beobachtet und weiß, dass sie mit ihren Linsen niemals das sehen werden was man selbst sieht.  Mir hatten es besonders die Zebras (wegen den Streifen) und die Affen (aufgrund ihrer Mimik und Emotion) angetan. Ich hätte gerne auch andere Tiere als die hier gezeigten fotografiert, jedoch zeigten sich die Schwächen des Zoos auf den Fotos. Die meisten Tiere standen vor einer grauen Wand oder waren in der näher eines Zauns positioniert. Wenn an freie natürliche Fotos haben möchte sollte man von diesen Motiven eher Abstand nehmen. Schade, den die Löwen oder Elefanten hätte ich gerne auch festgehalten.

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Interessant sind Fotos durch eine Glasscheibe, verkleinert sehen die Fotos gut aus

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In der 100% Ansicht zeigen sich allerdings die Schwächen. Das Foto wirkt leicht unscharf und es sind keine feinen Strukturen mehr zu erkennen,  daher sollte man NIEMALS durch eine Glasscheibe fotografieren wenn man auf eine hohe Qualität bedacht ist. 

 

Was wirklich einige Übung erfordert istauch noch bei 400mm die Kamera und das Objektiv ruhig halten kann um brachbare Bilder zu erhalten. Ideal ist es wenn man etwas findet wo man sein Arm oder die Kamera abstützen kann. Sehr hilfreich dabei ist auch der Bildstabilisator, auf den man eigentlich dabei nicht verzichten möchte. Problematisch sind nur die 100mm Anfangsbrennwert, da man bei nahen Motiven nicht mehr flexibel ist. Bei der Dreiercombo, unten auf dem vorletzten Bild, musste ich etwa 4 meter zurückgehen um sie überhaupt draufzubekommen. Sie saßen direkt am Wegesrand und langsam bildete sich eine Menschenmenge darum, weshalb ich keine weiteren Fotos machen konnte.

Einmal im Jahr findet im Allwetterzoo in Münster  eine Nachtbegehung statt, dann ist es auch möglich Tiere im stimmigen Licht zu fotografieren.  Mit dieser Linse wäre das sicherlich ein Vergnügen gewesen. Leider hatte ich das Glück, dass dieser einen Tag vor meiner Entscheidung in den Zoo zu gehen stattfand.

 

 

 

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Rote Blumen

Nach dem erfolgreichen Shooting mit Jessi hat sich eine Bekannte von mir gemeldet, ob ich nicht mal Zeit für ein paar Bilder hätte. Was soll ich sagen? Wenn man nett frage und mir die Chance gibt eigentlich immer ;-)

Selbst auf der langweiligsten Wiese bekommt man gute Fotos hin. Julia stand das erste mal vor der Kamera, weshalb sie noch etwas unsicher war, aber wenn man sich einmal an die Kamera und den komischen Kerl dahinter gewöhnt hat klappt es doch immer wieder ganz gut.  Sie war sehr zufrieden mit den Bildern, so macht doch fotografieren Spaß.

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Erstes Shooting dieses Jahr

Kaum wird das Wetter etwas besser lockt die Natur doch wieder damit rauszugehen. Nicht nur das, es sind nun auch wieder Shootings möglich ohne Regenanzug und dicken Klamotten.

Seit einigen Monaten habe ich eine neue Kamera, mit der ich unbedingt mal Shootingerfahrung sammeln wollte. Ich schnappte mir also mein Lieblingsmodel, welches nicht noch großartig überredet werden braucht. Leider sind die Osmohallen in Münster zu (die waren prima als Studio), weshalb ich mit ihr woanders hinfahren musste, dank einer mobilen Stromversorgung für die Blitze ist man ja flexibel. Wir sind los ohne eine Vorstellung zu haben was genau wir machen wollen (ist nicht immer die beste Idee)  und machte mit ihr ein paar Bilder.  Das Problem dabei ist wenn man icht genau weiß was man machen will ist, dass viele unterschiedliche Sachen rauskommen und leider auch viel Ausschuss.  Nichtsdestotrotz machen  Shootings mit Jessi doch immer wieder Spaß, gerade weil sie auch aktiv mit einbringt.

Nächstes mal aber wieder mit Plan, ist auch für den Fotografen einfacher ;-)

 

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Vainstream am 09.06.2012 am Hawerkamp in Münster

Nach langer Zeit komme ich auch endlich mal dazu über das Vainstreamfestival zu berichten was Anfang Juni wieder in Münster das stattfand. Das jährlich stattfindende Festival ist eines der größten Veranstaltungen dieser Art in Münster. Von Jahr zu Jahr wird das Festival größer und das Line-up immer bekannter, so konnten dieses Jahr u.a. Slayer, Refused, Broiler und K.I.Z. dafür gewonnen werden. Wie man an den Line-up sehen kann das Vainstream zwar nicht unbedingt auf eine Musikrichtung festgelegt, jedoch dominiert ganz klar der Rock.

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Wenn gerade nicht die richtige Band spielte war die Resonanz eher verhalten.

 

Nach all den Jahren wo das Festival nun stattfindet konnte ich dieses Jahr endlich selbst mal mit der Kamera vor Ort sein. Für mich war es dabei nicht nur das erste mal auf dem Vainstreamfestival sondern das erste mal auf einem Festival insgesamt. Umso mehr war ich auf das Prozedere und die Besucher gespannt die mich erwarten.

Das Festivalgelände war gut besucht und kleine Lücken die man zwischen den Personen nutzen konnte um seinen Weg zum Ziel problemlos fortzusetzten waren rar. Eigentlich ist für mich bei Konzerten relativ leicht nach vorne zu gelangen, jedoch schien bei dem Festival andere Regeln zu herrschen. Neben den dichten und undurchdringlichen Menschenmassen machte ich auch sogleich meine zweite neue Erfahrung eines Festivals. Ich war, zugegebenermaßen, bei der ersten Band die ich fotografierte mit der Lichtsituation überfordert. Normalerweise fotografiere ich bei Licht was das Äußerste von meiner Kamera verlangt, Offenblende und hohe Isozahlen sind eher normal als die Ausnahme. Meist Bewegen sich die Verschlusszeiten in einem Bereich zwischen 1/50 und 1/300, mehr ist meist aufgrund des Lichtes nicht möglich. Bei dem Festival hingegen konnte ich so geringe Werte einstellen, dass ich schon etwas im Lichtrausch war. Ich wollte endlich mal die Werte nutzten die ich immer haben wollte, jedoch merkte ich schnell, dass dies eine äußerst schlechte Idee war, da man nicht alles haben kann. Entweder alles Scharf oder gezielte Unschärfe Alles scharf und dann noch Unschärfe im Bild sind da immer noch unmöglich. Nach einigen Minuten hatte ich mich aber gefangen und konnte wieder brauchbares auf den Sensor festhalten.

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Genuss und Musik, das ist das Vainstream.

 

Neben den vielen Licht war der Fotograben in dieser Form, neu für mich. Hinter mir holte die Security ständig Stagediver heraus und rechts sowie links von mir waren so viele Fotografen, dass ich mich kaum bewegen konnte. Stand man einmal auf einer Position war es fast unmöglich die Perspektive zu ändern. Im Nachhinein wurde mir auch klar warum so viele Fotografen eine Ausrüstung mit sich führten von der man eigentlich abraten würde. Bei so viel Licht, mangelnder Bewegungsfreiheit und hoher Flexibilität waren Fotografen mit Universalobjektiven (18-200mm) keine Seltenheit. Warum aber einige Verschlusszeit von 1/4000 fest einstellt hatten ist mir bis heute ein Rätzel.

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Profifotografen im Einsatz

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Freie Bewegung im Fotograben war nicht gegeben.

 

Die Stimmung auf den Festival war ausgelassen und meine Stimmung glich sich der Masse an als ich Freibiermarken geschenkt bekam. Mit  Freibier macht das Ganze noch mehr Spaß. Das Wetter spielte auch mit, wer wollte konnte nebenan in der Sputnikalle die Fußball-EM mitverfolgen und niemand musste wirklich das Festivalgelände verlassen, für jeden wurde gesorgt. Na ja, fast jeden… ich musste zwischenzeitlich einmal kurz nach Hause. Als ich bei meinem Fahrrad ankam stellte ich fest, dass jemand vorne meinen Schnellspanner geklaut hatte (wer klaut so etwas). Freundlicherweise durfte ich das Rad nach Hause schieben wodurch meine Zeitplanung durcheinander kam und ich die letzten Acts verpasst habe. Daher gibt es von mir leider keine Bilder von Slayer…  die hätte ich eigentlich gerne in Aktion gesehen. Neben den verpassten Auftritt musste ich noch Freibiermarken verfallen lassen, dass ist glaube ich das ärgerlichste überhaupt.

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Selbst hier war die EM immer zugeben

 

Als Resümee für mich kann ich sagen, dass Festivals nicht so wirklich etwas für mich sind, der Fotograben ist zu voll, man kann sich kaum bewegen, ziemlich hoher Stress und man muss echt auf seine Sachen aufpassen, das schmälert den Spaß ungemein.

 

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Ghost of Tom Joad

Nach drei Alben und 7 Jahren Bandgeschichte gaben Ghost of Tom Joad am 22.04. in der Sputnikhalle ihr Abschlusskonzert. Die Band aus Münster zählte, neben Muff Potter, zu einer der erfolgreichsten Bands aus Münster mit vielen treuen Fans. Wenn eine Band solch eine Bekanntheit erreicht überrascht es nicht, dass das Konzert sehr voll sein wird, schließlich will man zumindest ein letztes mal sein Idol oben live auf der Bühne sehen

 

Bevor aber Ghost of Tom Joad die Bühne betreten durften trat als Überraschungsgast ein Songwriter aus Münster auf. Leider habe ich den Namen nicht mitbekommen, wer mir den noch nennen könnte wäre das sehr nett. Andernfalls bleibt er der Namenlose. Zu Beginn, zeigte sich Sänger Henrik Roger als Sänger und gleichzeitiger Keyboarder (?), was sehr eindrucksvoll aussah. Überhaupt war das Konzert eines der wildesten und besten Konzerte die ich je besuchen durfte. Wenn man auf ein Konzert geht erwartet man eigentlich genau so etwas was die Jungs dort auf der Bühne abgeliefert haben, eine gute Show, Freude und ein Publikum was mitgeht. Was mich angeht bedauere ich es sehr, dass die ihre letztes Konzert war, denn so etwas schaut man sich gerne öfter an. Ich würde ja sagen, eine uneingeschränkte Empfehlung aber ich fürchte dazu ist es nun zu spät. Ich wünsche den Jungs für die Zukunft alles Gute.

 

Ich habe diesesmal die Bilder größten Teils unbearbeitet gelassen, für mich eigentlich unüblich. Jedoch habe ich bei diesen Konzert das eine oder andere negative Erlebnis gehabt (weshalb ich die Bilder auch erst so relativ spät hochlade) und ich mir die Bilder ungerne länger anschaue.  Dies betraf aber nicht die Band oder die Show, sondern war eher auf die fotografische Ebene beschränkt. Die Bilder in einem etwas anderen Stil habe ich bei Doolao (tumult) hochgeladen, wer will kann ja da mal vorbeischauen.

 

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Trust in Wax

Neulich hat mich Morina Miconnet (eine klasse Sängerin) gefragt,  ob ich nicht bei „Trust in Wax“ vorbeikommen will, es würde bestimmt lustig und sie würde sich sehr freuen. Zuerst war ich etwas irritiert von ihrer Einladung, den  “Trust in Wax” brachte ich bisher nicht mit einer Livevorstellung in Verbindung. Trust in Wax eine monatlich stattfindende Veranstaltung in der Clubschiene. Typischerweise startet sie “with a reggae-warm-up and continues with a mixture of funk, hiphop, drum’n’bass, bigbeat and roots.”

Angekommen wurde ich von der Band, bestehend aus Gereon Homann (Drums), Philipp Heinrich (Gitarre), Sascha Oeing (Bass), Christian Lennerts (Percussion) und Morina Miconnet (Gesang) begrüßt und  habe mich erst einmal umgeschaut.

Als die Musiker dann um 0 Uhr in Stellung gingen sah es Lichttechnisch alles andere als rosig aus. Ich sah schon meine Kamera wieder am Limit arbeiten. Als die Show begann zerstreuten sich meine Befürchtungen sofort. Richtig voll wird der Laden erst gegen 00:00-01:00 Uhr, ganz Münstertypisch. Trotzdem war die Stimmung super und die Band konnte einen grandiosen Auftritt hinlegen, was man auch auf den Bildern erkennt.

Die anschließende Party war gut besucht und die Musik aus meiner Sicht sehr empfehlenswert.

„Trust in Wax“ war ein gelungener Abend.

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Schandmaul im Jovel

Schandmaul kommen nach Münster, hieß es im Februar dieses Jahres. Am 24.02 wollte die Band im Jovel ihr Bestes geben. Durch meine Schusseligkeit habe ich leider den Termin zu Anmeldung verpasst. Jedoch schien jemand mit mir zu sein, einige Tage vor dem Termin sagten sie ihren Auftritt in Münster, wegen einer Kehlkopfentzündung des Sängers, ab. Der neue Termin war der 18.04. den ich nun auf gar keinen Fall verpassen durfte.

Vorgestern war es dann soweit, Konzerttag. Als ich im Jovel ankam war ich wohl etwas zu spät, anders als ich informiert war sollte es nicht um 20 Uhr losgehen, sondern 30 Minuten eher.  Glücklicherweise fing das Konzert 15 Minuten zu spät an, so dass ich nur den Anfang verpasst habe und noch nicht zu spät für einige Bilder war. Von der Performance konnte die Vorband „Burn“ aus Münster nicht besonders viel, dafür war ihre Musik besser, jedoch nicht so ganz mein Geschmack. Nach der Vorband hieß es warten… zusammen mit drei anderen Fotografen, die wie ich erfahren habe, schon länger mit Schandmaul unterwegs war und extra angereist sind. Mich hätte dabei echt mal interessiert ob die Spritgeld bekommen haben…

Der Auftritt von Schandmaul begann und wir begaben uns in Position, insgesamt muss ich sagen, dass das Konzert mal eine echte Wohltat war, relativ gutes Licht und mal keine Einstellungen am Kameralimit. Wie man dem Sänger nach einiger Zeit ansehen konnte war die Show recht anstrengend, desto länger die Show dauerte umso deutlicher konnte man den Scheiß auf seinem Kopf erkennen. Da zeigt es sich mal wieder warum man nur  in den ersten drei Liedern fotografieren darf, ich glaube nicht, dass er wirklich einen Schweißkopf von sich irgendwo sehen will. Von der Show an sich ist Schandmaul nichts besonderes, sie sind eigentlich genau so wie man es erwarten würde: gute Stimmung im Publikum, viel abwechselndes Licht und kleine private Geschichten um Nähe zum Publikum zu zeigen, Alles dies funktionierte, Schandmaul kamen authentisch rüber und nichts wirkte einstudiert oder übertrieben. Sänger Thomas Lindner konnte nicht umhin auf die Schwangerschaft von Birgit Muggenthaler hinzuweisen sowie auf die sich zu ergebenen Probleme als „alter Mann über 30„. Durch seine Art hatte er ein paar Sympatiepunkte gewonnen, wodurch das Konzert sehr unterhaltsam wurde. Fans werden sicherlich nicht bei den Liveauftritt ihrer Band enttäuscht werden.

Unten gibt es mal wieder ein paar mehr Bilder als im Gesichtsbuch, man ich bin immer noch überwältigt und angetan von der neuen Kamera und Objektiv :-D